Quelle emotionaler Bewusstheit
Emotionen sind eine bedeutende Kraft in unserem Leben – und zugleich die größte Herausforderung. Im Human Design wird der Solarplexus nicht nur als Ursprung unserer Gefühle und Emotionen beschrieben, sondern auch als Welle, die unsere Wahrnehmung beeinflusst. In diesem Artikel erfährst du, was den Solarplexus biologisch mit deinem Körper verbindet, wie die emotionale Welle im definierten Solarplexus entsteht und wie der emotionale Mensch von seinen Gefühlen geleitet durchs Leben navigiert.
Biologische Korrelationen des Solarplexus
Zuordnung zu den Organen
Der Solarplexus (‘Sonnengeflecht’) befindet sich im oberen Bauchraum, auf der Höhe zwischen Nabel und Brustbein und hinter dem Magen. Diese zentrale Position im Körper verbindet den Solarplexus zu mehreren wichtigen Organen und Systemen wie dem Verdauungssystem – Dickdarm, Dünndarm, Bauchspeicheldrüse, aber auch Nieren, Blase, Prostata, Lungen und dem Nervensystem. Unser Verdauungssystem bzw. die Funktionen der Bauchorgane werden vom Solarplexus gesteuert.
Rolle bei der Verdauung und emotionalen Verarbeitung
Der Solarplexus wird auch als Emotional-Zentrum bezeichnet, da er der Sitz unserer emotionalen Intelligenz und emotionalen Kraft ist. Emotionale Bewusstheit entsteht als Folge eines Verdauungsprozesses. In diesem Prozess laufen etwa 1 Million chemischer Reaktionen gleichzeitig im Darm ab, in dem sich hunderte Millionen Nervenzellen befinden.
Der Solarplexus steuert die wellenartigen Bewegungen des Darms, also die Anspannung und Erschlaffung der Darmmuskulatur. Die Wellenbewegung der Emotionen hängt mit der Wellenbewegung des Verdauungsprozesses zusammen. Es ist eine Bewegung, die nicht bewusst oder willkürlich gesteuert werden kann.
Ein Cocktail an körpereigenen Drogen wird für den Prozess der Verdauung produziert und ausgeschüttet, was eine Auswirkung auf unsere Wahrnehmung hat. Der Solarplexus ist das sogenannte Bauchhirn und arbeitet unabhängig vom Großhirn. Es werden mehr Informationen vom Bauchhirn an das Großhirn geschickt als umgekehrt. Dies zeigt, welch große Auswirkung die Intelligenz des Solarplexus und unsere Emotionen auf unsere Wahrnehmung, Entscheidungen und Handlungen haben.
Emotionale Intelligenz wird nicht vom Verstand gesteuert, sondern der Verstand wird von unseren Emotionen oder unserem Bauchhirn beeinflusst. Emotionen entstehen unabhängig vom Verstand. Sie haben die Kraft, den Verstand zu dominieren, da Emotionen, im Gegensatz zu Gedanken, Energie produzieren. Sie haben eine Kraft, mit der etwas in Bewegung gebracht wird. Diese Kraft kann so dominant sein, dass mentale Wahrnehmung leicht davon überrollt wird.
Zusammenhang mit dem Nervensystem
Zuordnung zu den Organen
Der Solarplexus (‘Sonnengeflecht’) befindet sich im oberen Bauchraum, auf der Höhe zwischen Nabel und Brustbein und hinter dem Magen. Diese zentrale Position im Körper verbindet den Solarplexus zu mehreren wichtigen Organen und Systemen wie dem Verdauungssystem – Dickdarm, Dünndarm, Bauchspeicheldrüse, aber auch Nieren, Blase, Prostata, Lungen und dem Nervensystem. Unser Verdauungssystem bzw. die Funktionen der Bauchorgane werden vom Solarplexus gesteuert.
Zusammenhang mit dem Nervensystem
Rolle bei der Verdauung und emotionalen Verarbeitung
Der Solarplexus wird auch als Emotional-Zentrum bezeichnet, da er der Sitz unserer emotionalen Intelligenz und emotionalen Kraft ist. Emotionale Bewusstheit entsteht als Folge eines Verdauungsprozesses. In diesem Prozess laufen etwa 1 Million chemischer Reaktionen gleichzeitig im Darm ab, in dem sich hunderte Millionen Nervenzellen befinden.
Der Solarplexus steuert die wellenartigen Bewegungen des Darms, also die Anspannung und Erschlaffung der Darmmuskulatur. Die Wellenbewegung der Emotionen hängt mit der Wellenbewegung des Verdauungsprozesses zusammen. Es ist eine Bewegung, die nicht bewusst oder willkürlich gesteuert werden kann.
Ein Cocktail an körpereigenen Drogen wird für den Prozess der Verdauung produziert und ausgeschüttet, was eine Auswirkung auf unsere Wahrnehmung hat. Der Solarplexus ist das sogenannte Bauchhirn und arbeitet unabhängig vom Großhirn. Es werden mehr Informationen vom Bauchhirn an das Großhirn geschickt als umgekehrt. Dies zeigt, welch große Auswirkung die Intelligenz des Solarplexus und unsere Emotionen auf unsere Wahrnehmung, Entscheidungen und Handlungen haben.
Emotionale Intelligenz wird nicht vom Verstand gesteuert, sondern der Verstand wird von unseren Emotionen oder unserem Bauchhirn beeinflusst. Emotionen entstehen unabhängig vom Verstand. Sie haben die Kraft, den Verstand zu dominieren, da Emotionen, im Gegensatz zu Gedanken, Energie produzieren. Sie haben eine Kraft, mit der etwas in Bewegung gebracht wird. Diese Kraft kann so dominant sein, dass mentale Wahrnehmung leicht davon überrollt wird.
Die Natur der emotionalen Welle
Was ist eine emotionale Welle?
Der Prozess der Verdauung und Verarbeitung von Emotionen ist ein chemischer Prozess, der in einer Wellenbewegung abläuft, die unabhängig vom Verstand passiert. Emotionale Intelligenz entsteht im Verlauf einer Welle aus positiven und negativen Emotionen.
Die ständige Bewegung von auf- und absteigenden Emotionen im definierten Solarplexus kann als schwierig erlebt werden. Denn die Bewegung hört ein Leben lang nie auf. Man weiß nie so genau, wo einen die Welle hinführen wird, ob und wann sie sich noch stärker aufbaut, ob das aktuelle Gefühl später noch gültig ist. Man weiß nicht, ob das, was man jetzt gerade fühlt eine verlässliche Aussage über eine Situation ist.
Menschen mit definiertem Solarplexus haben Stimmungen oder emotionale Wahrnehmungen, die oft scheinbar aus dem Nichts und grundlos auftauchen. Sie verstehen selbst nicht, warum sie plötzlich alles schwarz sehen, obwohl vor kurzem noch alles gut war. Die dunklen Phasen werden besonders gerne mit dem Verstand hinterfragt oder begründet, obwohl es keinen Grund dafür gibt.
Es ist einfach ein natürlicher Teil eines Verarbeitungsprozesses. Es kann aber auch plötzlich gute Laune entstehen, die keine erkennbare Ursache hat. Eher selten fragt man sich dann, warum man sich heute so gut fühlt. Aber auch die Stimmungshochs haben keinen Grund. Sie entstehen ganz natürlich in jedem emotionalen Prozess. Die äußere Situation kann für den definierten Solarplexus ein Auslöser für Emotionen sein, ist aber nicht die Ursache.
Die Eigenschaften der Welle
Der Solarplexus hat sowohl einen qualitativen als auch einen quantitativen Aspekt. Einerseits gibt es die Qualität der emotionalen Wahrnehmung. Andererseits ist da aber auch die Quantität oder die Stärke der Welle. Etwas kann als gut oder angenehm wahrgenommen werden, es kann aber auch große Begeisterung und Ekstase auslösen. Jemand kann dir nur ein wenig unsympathisch sein, du kannst ihn oder sie aber auch abgrundtief hassen!
Der Solarplexus ist eine Kombination aus Kraft und Intelligenz. Die Wahrnehmung kann dramatisch oder sanft sein. Am Höhepunkt und am Tiefpunkt der Welle ist der Druck zu handeln am größten, da dann die Energie am stärksten ist. Gerade dann ist man jedoch am meisten von Emotionen geblendet und trifft Entscheidungen, die man später bereut.
Die Wellenbewegung des Solarplexus bringt eine Wahrnehmungsform, die als unsicher und unverlässlich empfunden wird, da sie von ständiger Veränderung gekennzeichnet ist. Im Jetzt ist nicht klar, welches Gefühl stimmt. Daher ist diese Art von Wahrnehmung von Nervosität begleitet. Der Solarplexus ist der Sitz emotionaler Ängste oder „Nervositäten“. Die Unsicherheit oder Unklarheit darüber, welche Wahrheit sich im Prozess entfalten wird, führt zu Nervosität.
Die Erkenntnis über die richtige Entscheidung entsteht erst im Verlauf des Prozesses. Wird dieser Prozess nicht abgewartet und vollständig durchlaufen, finden emotionale Menschen niemals zu ihrer Wahrheit und können nicht wissen, welche Entscheidungen sie für ihr Leben treffen sollen.
Was ist eine emotionale Welle?
Der Prozess der Verdauung und Verarbeitung von Emotionen ist ein chemischer Prozess, der in einer Wellenbewegung abläuft, die unabhängig vom Verstand passiert. Emotionale Intelligenz entsteht im Verlauf einer Welle aus positiven und negativen Emotionen.
Die ständige Bewegung von auf- und absteigenden Emotionen im definierten Solarplexus kann als schwierig erlebt werden. Denn die Bewegung hört ein Leben lang nie auf. Man weiß nie so genau, wo einen die Welle hinführen wird, ob und wann sie sich noch stärker aufbaut, ob das aktuelle Gefühl später noch gültig ist. Man weiß nicht, ob das, was man jetzt gerade fühlt eine verlässliche Aussage über eine Situation ist.
Menschen mit definiertem Solarplexus haben Stimmungen oder emotionale Wahrnehmungen, die oft scheinbar aus dem Nichts und grundlos auftauchen. Sie verstehen selbst nicht, warum sie plötzlich alles schwarz sehen, obwohl vor kurzem noch alles gut war. Die dunklen Phasen werden besonders gerne mit dem Verstand hinterfragt oder begründet, obwohl es keinen Grund dafür gibt.
Es ist einfach ein natürlicher Teil eines Verarbeitungsprozesses. Es kann aber auch plötzlich gute Laune entstehen, die keine erkennbare Ursache hat. Eher selten fragt man sich dann, warum man sich heute so gut fühlt. Aber auch die Stimmungshochs haben keinen Grund. Sie entstehen ganz natürlich in jedem emotionalen Prozess. Die äußere Situation kann für den definierten Solarplexus ein Auslöser für Emotionen sein, ist aber nicht die Ursache.
Die Eigenschaften der Welle
Der Solarplexus hat sowohl einen qualitativen als auch einen quantitativen Aspekt. Einerseits gibt es die Qualität der emotionalen Wahrnehmung. Andererseits ist da aber auch die Quantität oder die Stärke der Welle. Etwas kann als gut oder angenehm wahrgenommen werden, es kann aber auch große Begeisterung und Ekstase auslösen. Jemand kann dir nur ein wenig unsympathisch sein, du kannst ihn oder sie aber auch abgrundtief hassen!
Der Solarplexus ist eine Kombination aus Kraft und Intelligenz. Die Wahrnehmung kann dramatisch oder sanft sein. Am Höhepunkt und am Tiefpunkt der Welle ist der Druck zu handeln am größten, da dann die Energie am stärksten ist. Gerade dann ist man jedoch am meisten von Emotionen geblendet und trifft Entscheidungen, die man später bereut.
Die Wellenbewegung des Solarplexus bringt eine Wahrnehmungsform, die als unsicher und unverlässlich empfunden wird, da sie von ständiger Veränderung gekennzeichnet ist. Im Jetzt ist nicht klar, welches Gefühl stimmt. Daher ist diese Art von Wahrnehmung von Nervosität begleitet. Der Solarplexus ist der Sitz emotionaler Ängste oder „Nervositäten“. Die Unsicherheit oder Unklarheit darüber, welche Wahrheit sich im Prozess entfalten wird, führt zu Nervosität.
Die Erkenntnis über die richtige Entscheidung entsteht erst im Verlauf des Prozesses. Wird dieser Prozess nicht abgewartet und vollständig durchlaufen, finden emotionale Menschen niemals zu ihrer Wahrheit und können nicht wissen, welche Entscheidungen sie für ihr Leben treffen sollen.
Definierter Solarplexus
(etwa 47% der Menschen)
Wie nimmt der emotionale Mensch die Welt wahr?
Der emotionale Mensch sieht die Welt nie neutral, sondern immer durch eine eingefärbte oder emotionale Brille. Er sieht die Welt durch die Farbe des aktuellen Gefühlszustandes. Andere Wahrnehmungen sind in diesem Moment ausgeblendet. Seine gesamte Wahrnehmung ist von dem aktuellen Gefühl eingefärbt. Daher gibt es für den emotionalen Menschen keine Wahrheit im Jetzt. Im Jetzt nimmt er nur einen Ausschnitt des gesamten Bildes wahr. Seine Wahrnehmung ist unvollständig, fragmentiert oder eingeschränkt. Er kann nicht wissen, ob er zu etwas Ja oder Nein sagen soll. Wenn er ein vollständiges Bild haben möchte, muss er warten.
Spontane Entscheidungen zu treffen oder Aussagen zu machen ist für ihn ein Glücksspiel. Was er im Jetzt fühlt, stimmt zwar, da ein definierter Solarplexus verlässlich und unbeeinflusst die eigenen Emotionen wahrnimmt. Aber es stimmt nicht nur. Er kann von der Wahrnehmung dieses Moments noch keine Entscheidung oder vertrauenswürdige Erkenntnis ableiten.
Während der spontane Mensch sofort wissen kann, was Sache ist, ist der emotionale Mensch auf der Suche nach dem ganzen Bild. Da er es nicht sofort haben kann, muss sich ein emotionaler Mensch wiederholt mit dem Thema verbinden, um weitere Eindrücke zu sammeln, bis er genügend Informationen hat. Er wird jedes Mal einen anderen Aspekt wahrnehmen.
Hat er Gelegenheit, sich in der Tiefe mit einem Thema zu befassen und der Prozess kann sich entfalten, bekommt er eine umfassende Wahrnehmung zu einem Thema, einer Person oder Situation. Dann kann er eine klare, korrekte Entscheidung treffen, die ihm noch lange danach Früchte einbringt.
Der emotionale Mensch kann vollkommen davon überzeugt sein, dass die Welt, eine Situation, ein Mensch so ist, wie er es jetzt fühlt. Ist er nicht durch einen Wahrnehmungsprozess gegangen und nimmt stattdessen den Glauben an, dass die Wahrnehmung im Jetzt endgültig ist, trifft er unreife Entscheidungen. Derartige Entscheidungen basieren jedoch auf einer verzerrten Wahrnehmung. Wenn er sich dann später anders fühlt, zweifelt er seine Wahrnehmung an. Dabei war seine Wahrnehmung nicht falsch, sondern nur unvollständig.
Besonders dann, wenn eine starke Emotion auftaucht, fühlt es sich so an, als hätte man emotionale Klarheit und Wahrheit gefunden, denn man spürt es ja so deutlich. Je stärker die Emotion ist, desto weiter ist man aber von emotionaler Bewusstheit entfernt! Dann sollte man keinesfalls eine Entscheidung treffen oder auf Konfrontation gehen! Doch gerade das machen emotionale Menschen häufig. Da der Solarplexus eben auch ein Motor ist, haben starke Emotionen die größte Kraft und dann hat man Kraft zum Handeln! In diesen Momenten trifft man genau jene Entscheidungen, die einem nachher leidtun.
Entscheidungsfindung als emotionaler Mensch
Die emotionale Welle kann nicht beschleunigt werden. Emotionale Menschen müssen sich daher Zeit nehmen, um verlässlich die richtigen Entscheidungen für ihr Leben zu treffen. Dass ihre Wahrnehmung im Jetzt nie klar ist, sondern immer von dem chemischen Cocktail ihres Verdauungsprozesses beeinflusst, verschafft ihnen im Vergleich zu spontanen Menschen scheinbar einen Nachteil. Diese Art von Wahrnehmung hat jedoch auch einen ganz konkreten Vorteil: Emotionale Menschen haben Tiefe.
Da sie in einem Entscheidungsprozess durch die verschiedenen Perspektiven gehen, die im Verlauf der Welle entstehen, lernen sie eine Sache von allen Seiten kennen. Sie fühlen alle Aspekte, die Guten, die Schlechten und alles was dazwischen liegt, während sie von ihrer Welle weitergetragen werden. Bis sie schließlich an einem Ort ankommen, wo sie nicht mehr nervös oder aufgeregt sind. Dann können sie eine Entscheidung treffen, die alle erlebten Perspektiven berücksichtigt. Sie haben mehr oder weniger Klarheit erreicht.
Häufig kommt es jedoch nicht zu vollständiger Klarheit. Es bleibt ein Rest von Nervosität oder Unsicherheit, und dennoch ist es an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Je mehr Zeit sich ein emotionaler Mensch nimmt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, sich mit der Entscheidung langfristig gut zu fühlen. Allmählich werden Entscheidungen, für die man sich Zeit genommen hat, zu einem Leben führen, das weniger chaotisch ist und mehr Tiefe hat.
Der Schlüssel für den emotionalen Menschen ist Entschleunigung. Es geht in seinem Prozess vor allem darum, nicht zu tun. Und zwar unabhängig vom Aura-Typ. Es geht darum zu lernen, nicht zu handeln, wenn die Emotionen stark sind, wenn Aufregung oder Nervosität da ist, den Impulsen im Jetzt nicht zu folgen. Das ist schon der Großteil der Übung – Emotionen kommen und gehen lassen, wahrnehmen was ist. Wenn ein emotionaler Mensch nicht aus einer momentanen Emotion heraus handelt oder entscheidet, sondern eine Emotion nach der anderen durchziehen lässt, kann er beobachten, wie sich seine Einstellung verändert.
Eine Emotion, die sich im Moment dringlich und wahr anfühlt, verleitet zu spontanem Handeln. Nimmt man diese Emotion jedoch nicht als Anlass zum Handeln, sondern zum Beobachten der Geisteshaltung, dann wird man schon bald feststellen, dass man wechselnde Perspektiven zum gleichen Thema hat.
Durchlebt man die emotionalen Wellen eine Zeitlang bewusst, ohne etwas damit zu tun, macht man die Erfahrung, dass starke Emotionen von selbst wieder nachlassen und sich als Folge auch die Perspektive ändert. Man erkennt, dass sich jede starke Emotion in dem Moment wahr anfühlt. Wenn man sie jedoch einfach passieren lässt, fühlt sich später eine ganz andere Emotion genauso wahr an. Man entwickelt Bewusstheit darüber, dass man zu einer Sache verschiedene Perspektiven hat, die sich zum jeweiligen Zeitpunkt alle richtig anfühlen.
Wenn ein emotionaler Mensch lernt, seine Emotionen zu fühlen, ohne danach zu handeln, dann transzendiert sich die emotionale Kraft, die chaotische Welle stabilisiert sich und jenseits des Auf und Ab der verschiedenen Emotionen taucht Klarheit auf. Hinter den großen Emotionen wartet Bewusstheit. Diese Bewusstheit kann nicht entstehen, wenn spontan und impulsiv jede Emotion für die letzte Wahrheit gehalten und ausagiert wird.
Die tägliche Praxis für den emotionalen Menschen besteht daher darin, das Entstehen von Bewusstheit, Klarheit und Erkenntnissen abzuwarten, was immer erst dann passiert, wenn sich die Aufregung großer Emotionen gelegt hat. Emotionale Menschen, die es gewohnt sind, impulsiv ihren Emotionen im Jetzt zu folgen wissen nicht was ihnen entgeht und wie gut es sich anfühlt, wenn emotionaler Spirit auftaucht und sie echte Erkenntnisse daraus schöpfen können. Für den emotionalen Menschen auf dem Weg der Dekonditionierung verändert sich die gesamte Wahrnehmung und Lebensqualität wenn er es zu seiner neuen Praxis im Alltag macht, nicht mehr impulsiv zu handeln und zu entscheiden.
Wie nimmt der emotionale Mensch die Welt wahr?
Der emotionale Mensch sieht die Welt nie neutral, sondern immer durch eine eingefärbte oder emotionale Brille. Er sieht die Welt durch die Farbe des aktuellen Gefühlszustandes. Andere Wahrnehmungen sind in diesem Moment ausgeblendet. Seine gesamte Wahrnehmung ist von dem aktuellen Gefühl eingefärbt. Daher gibt es für den emotionalen Menschen keine Wahrheit im Jetzt. Im Jetzt nimmt er nur einen Ausschnitt des gesamten Bildes wahr. Seine Wahrnehmung ist unvollständig, fragmentiert oder eingeschränkt. Er kann nicht wissen, ob er zu etwas Ja oder Nein sagen soll. Wenn er ein vollständiges Bild haben möchte, muss er warten.
Spontane Entscheidungen zu treffen oder Aussagen zu machen ist für ihn ein Glücksspiel. Was er im Jetzt fühlt, stimmt zwar, da ein definierter Solarplexus verlässlich und unbeeinflusst die eigenen Emotionen wahrnimmt. Aber es stimmt nicht nur. Er kann von der Wahrnehmung dieses Moments noch keine Entscheidung oder vertrauenswürdige Erkenntnis ableiten.
Während der spontane Mensch sofort wissen kann, was Sache ist, ist der emotionale Mensch auf der Suche nach dem ganzen Bild. Da er es nicht sofort haben kann, muss sich ein emotionaler Mensch wiederholt mit dem Thema verbinden, um weitere Eindrücke zu sammeln, bis er genügend Informationen hat. Er wird jedes Mal einen anderen Aspekt wahrnehmen.
Hat er Gelegenheit, sich in der Tiefe mit einem Thema zu befassen und der Prozess kann sich entfalten, bekommt er eine umfassende Wahrnehmung zu einem Thema, einer Person oder Situation. Dann kann er eine klare, korrekte Entscheidung treffen, die ihm noch lange danach Früchte einbringt.
Der emotionale Mensch kann vollkommen davon überzeugt sein, dass die Welt, eine Situation, ein Mensch so ist, wie er es jetzt fühlt. Ist er nicht durch einen Wahrnehmungsprozess gegangen und nimmt stattdessen den Glauben an, dass die Wahrnehmung im Jetzt endgültig ist, trifft er unreife Entscheidungen. Derartige Entscheidungen basieren jedoch auf einer verzerrten Wahrnehmung. Wenn er sich dann später anders fühlt, zweifelt er seine Wahrnehmung an. Dabei war seine Wahrnehmung nicht falsch, sondern nur unvollständig.
Besonders dann, wenn eine starke Emotion auftaucht, fühlt es sich so an, als hätte man emotionale Klarheit und Wahrheit gefunden, denn man spürt es ja so deutlich. Je stärker die Emotion ist, desto weiter ist man aber von emotionaler Bewusstheit entfernt! Dann sollte man keinesfalls eine Entscheidung treffen oder auf Konfrontation gehen! Doch gerade das machen emotionale Menschen häufig. Da der Solarplexus eben auch ein Motor ist, haben starke Emotionen die größte Kraft und dann hat man Kraft zum Handeln! In diesen Momenten trifft man genau jene Entscheidungen, die einem nachher leidtun.
Entscheidungsfindung als emotionaler Mensch
Die emotionale Welle kann nicht beschleunigt werden. Emotionale Menschen müssen sich Zeit nehmen, um verlässlich die richtigen Entscheidungen für ihr Leben zu treffen. Dass ihre Wahrnehmung im Jetzt nie klar ist, sondern immer von dem chemischen Cocktail ihres Verdauungsprozesses beeinflusst, verschafft ihnen im Vergleich zu spontanen Menschen scheinbar einen Nachteil. Es gibt jedoch auch einen ganz konkreten Vorteil, den diese Art von Wahrnehmung mit sich bringt: Emotionale Menschen haben Tiefe.
Da sie in einem Entscheidungsprozess durch die verschiedenen Perspektiven gehen, die im Verlauf der Welle entstehen, lernen sie eine Sache von allen Seiten kennen. Sie fühlen alle Aspekte, die Guten, die Schlechten und das, was dazwischen liegt, während sie von ihrer Welle weitergetragen werden. Bis sie schließlich an einem Ort ankommen, wo sie nicht mehr nervös oder aufgeregt sind. Dann können sie eine Entscheidung treffen, die alle erlebten Perspektiven berücksichtigt. Sie haben mehr oder weniger Klarheit erreicht.
Häufig kommt es jedoch nicht zu vollständiger Klarheit. Es bleibt ein Rest von Nervosität oder Unsicherheit, und dennoch ist es an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Je mehr Zeit sich ein emotionaler Mensch nimmt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, sich mit der Entscheidung langfristig gut zu fühlen. Allmählich werden Entscheidungen, für die man sich Zeit genommen hat, zu einem Leben führen, das weniger chaotisch ist und mehr Tiefe hat.
Der Schlüssel für den emotionalen Menschen ist Entschleunigung. Es geht in seinem Prozess vor allem darum, nicht zu tun. Und zwar unabhängig vom Aura-Typ. Es geht darum zu lernen, nicht zu handeln, wenn die Emotionen stark sind, wenn Aufregung oder Nervosität da ist, den Impulsen im Jetzt nicht zu folgen. Das ist schon der Großteil der Übung – Emotionen kommen und gehen lassen, wahrnehmen was ist. Wenn ein emotionaler Mensch nicht aus einer momentanen Emotion heraus handelt oder entscheidet, sondern eine Emotion nach der anderen durchziehen lässt, kann er beobachten, wie sich seine Einstellung verändert.
Eine Emotion, die sich im Moment dringlich und wahr anfühlt, verleitet zu spontanem Handeln. Nimmt man diese Emotion jedoch nicht als Anlass zum Handeln, sondern zum Beobachten der Geisteshaltung, dann wird man schon bald feststellen, dass man wechselnde Perspektiven zum gleichen Thema hat.
Durchlebt man die emotionalen Wellen eine Zeitlang bewusst, ohne etwas damit zu tun, macht man die Erfahrung, dass starke Emotionen von selbst wieder nachlassen und sich als Folge auch die Perspektive ändert. Man erkennt, dass sich jede starke Emotion in dem Moment wahr anfühlt. Wenn man sie jedoch einfach passieren lässt, fühlt sich später eine ganz andere Emotion genauso wahr an. Man entwickelt Bewusstheit darüber, dass man zu einer Sache verschiedene Perspektiven hat, die sich zum jeweiligen Zeitpunkt alle richtig anfühlen.
Wenn ein emotionaler Mensch lernt, seine Emotionen zu fühlen, ohne danach zu handeln, dann transzendiert sich die emotionale Kraft, die chaotische Welle stabilisiert sich und jenseits des Auf und Ab der verschiedenen Emotionen taucht Klarheit auf. Hinter den großen Emotionen wartet Bewusstheit. Diese Bewusstheit kann nicht entstehen, wenn spontan und impulsiv jede Emotion für die letzte Wahrheit gehalten und ausagiert wird.
Die tägliche Praxis für den emotionalen Menschen besteht daher darin, das Entstehen von Bewusstheit, Klarheit und Erkenntnissen abzuwarten, was immer erst dann passiert, wenn sich die Aufregung großer Emotionen gelegt hat. Emotionale Menschen, die es gewohnt sind, impulsiv ihren Emotionen im Jetzt zu folgen wissen nicht was ihnen entgeht und wie gut es sich anfühlt, wenn emotionaler Spirit auftaucht und sie echte Erkenntnisse daraus schöpfen können. Für den emotionalen Menschen auf dem Weg der Dekonditionierung verändert sich die gesamte Wahrnehmung und Lebensqualität, wenn er es zu seiner neuen Praxis im Alltag macht, nicht mehr impulsiv zu sein.
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So geht es in diesem Artikel weiter: Die unterschiedlichen emotionalen Wellen in den Schaltkreisen / emotionale Ängste / emotionale Autorität meistern / Nicht-Selbst oder Schatten definierter Solarplexus
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